Artikel vom 7.11.07

Bürgerstammtisch der FreienWähler Glasofener vermissen den Radweg


GLASOFEN

(hr) Beim Bürger-Stammtisch der Freien Wähler im Gasthaus „Sonne“ waren nach Begrüßung durch die Bürgermeisterkandidatin und Ortsvorsitzende Helga Schmidt-Neder und Vorstellung der Stadtrats- und Kreistagskandidaten schnell die Themen gefunden, die den Glasofenern am Herzen liegen: der Rad- und Fußweg nach Marktheidenfeld, eine bessere Anbindung durch den öffentlichen Busverkehr, und eine Ausweitung der Tempo-30-Zone.

Die seit dem Bau der Westtangente unterbrochene beliebte Verbindung für Radfahrer und Fußgänger wird von den Bürgern aus Glasofen und Marktheidenfeld stark vermisst. Enttäuscht zeigten sich laut FW-Pressemitteilung die Bürger von dem negativen Votum der Stadtratsmehrheit für einen vorzeitigen Ausbau eines neuen Rad- und Fußweges. Die Glasofener Räte wurden nicht einmal von den Kollegen aus den anderen Ortsteilen unterstützt. Angeregt wurde eine Brücke über die Westtangente an der unterbrochenen Stelle.

Der Glasofener Stadtrat Michael Müller favorisierte die in Zusammenarbeit mit dem Straßenbauamt entwickelte Lösung entlang der B8. Nur hier sei eine für Radfahrer akzeptable Steigung gegeben. Diese Variante sei aber nur im Zusammenhang mit dem Bau des Aufstiegs möglich. Man war sich einig, dass der politische Druck auf die Landes- und Bundespolitiker von Seiten der Stadt Marktheidenfeld zu verstärken ist.

Als völlig unzureichend wird die bestehende Anbindung an den öffentlichen Personen-Nahverkehr gesehen. Die Taktung sei stark auf die Schulbuszeiten ausgerichtet. Darüber hinaus sei das Angebot zu „dünn“. Der letzte Bus beispielsweise fährt gegen 17 Uhr. Dass der Stadtbus nicht in die Stadtteile fahren darf, wird von den Bürgern nicht verstanden.

Den FW-Stadträten ist das Problem wohl bekannt, aber aufgrund bestehender Konzessionen der einzelnen Busunternehmen sei derzeit keine Lösung in Sicht. Stadtrat Müller sieht in einer Neuordnung der Strecken eine Chance für eine bessere Anbindung. Die Anforderungen an die bestehenden Linien hätten sich in den letzen 50 Jahren stark verändert. Eine neue Linie von den Spessartgemeinden über Glasofen und Marienbrunn nach Marktheidenfeld im Stundentakt würde viele Vorteile bringen. Von Seiten des Esselbacher Bürgermeisters Klaus Hoffmann seien schon Signale für eine intensivere Zusammenarbeit mit Marktheidenfeld gekommen.

Auch eine direkte und verstärkte Anbindung von den großen Firmen zum Busbahnhof wird als nötig angesehen. Die Bürger waren sich einig, der ÖPNV ist eine der offenen Baustellen für den künftigen Stadtrat.

Die Tempo-30-Zone möchten einige Bürger im Verlauf der Claushofstrasse erweitert haben. Die Zone soll schon an der Einmündung der Mainbergstrasse beginnen und damit die bestehende Bushaltestelle mit einschließen. Der Wunsch wird an die Verwaltung weiter gegeben.

Ein Kritikpunkt war, dass für den Nachmittagsunterricht an der Grundschule bisher keine Schulbusverbindung besteht und die Eltern die Fahrten selbst organisieren müssen. Dieser Sachverhalt war den Stadträten bisher nicht bekannt. Sie wollen mit der Stadtverwaltung unmittelbar Kontakt aufnehmen


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