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Kantige fränkische Gesichter (aus der Mainpost 25.06.07) |
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Originale und „Kopien“: Valentina Harth (Zweite von links) porträtierte unter anderem Gudrun (Zweite von rechts) und Alfred Dörr (links), die Bezirksberater des Trachtengaus Unterfranken aus Würzburg, sowie dessen Vorsitzenden Oliver Brust aus Geldersheim (Mitte). Rechts im Bild: Stadtrat Michael Müller von den „Glasf'ldern“, der die Arbeiten von Valentina Harth vorstellte. |
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Der „boarische Klößkopf mit dem dicken Knödel im Mund“ gehört zwar nicht in unsere heimische Trachtenlandschaft, er ist aber unter den Bildnissen, die noch bis Montagabend in der Glasofener Festhalle ausgestellt sind, durchaus ein Blickfang. Im Mittelpunkt der von Valentina Harth geschaffenen szenischen Momentaufnahmen stehen Menschen aus Unterfranken und deren Trachten. Rund 40 Porträts, zum Teil urwüchsige Charaktere in ihrer fränkischen Kantigkeit, aber auch „schöne“ Gesichter hat sie mittels russischer Kreide, Tusche oder in Acryl auf Zeichenpapier verewigt. „Man sieht den Menschen an, dass sie stolz auf ihre Tracht sind“, sagte Stadtrat Michael Müller (Glasofen) bei der Vernissage am Samstagabend vor dem Sängerfest. „Und beim Betrachten der Bilder spürt man die Liebe von Valentina Harth für ihre neue Heimat und deren Menschen.“ Valentina Harth stammt aus Sibirien und kam 2003 nach der Heirat mit dem Marktheidenfelder Martin Harth in dessen Heimatstadt. Im sibirischen Omsk hatte die 1963 Geborene zunächst Mathematik studiert, lieferte grafische Arbeiten für Zeitungen, Zeitschriften und Werbung sowie für Web-Design. Seit 2004 betreibt sie „Valjas Schaufenster“ im Marktheidenfelder Luitpoldhaus und versorgt verschiedene Publikationen mit ihren Karikaturen. Sie stellt seit 2004 aus, unter anderem in Frankfurt, in der Holzmühle in Remlingen/Uettingen, im Homburger Schloss und lieferte „Toskanische Impressionen“ für eine Ferienanlage in Siena. Ihr Werk ist eng mit der Region Marktheidenfeld verbunden. So skizzierte sie Szenen aus der Trachtengruppe „Die Glasf'lder“ und wirkte an der Bühnendekoration der Glasofener Faschingsfreunde mit. Michael Müller bestätigte, dass der große Trachtenumzug der „Glasf'lder“ anlässlich des 55-jährigen Bestehens der Grafschaftstrachtengruppe ihr einen differenzierten Einblick in die unterfränkische Brauchtumspflege gegeben habe. „Bei genauer Betrachtung kommt aber hie und da auch ein wenig der schmunzelnde Blick der Karikaturistin zur Geltung.“ |
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