Die „Mess“ 2010 ist eröffnet

(Mainpostartikel vom 06.08.10)


62. Marktheidenfelder Laurenzi-Messe dauert zehn Tage: Mix aus Tradition und Neuheiten


Die 62. Marktheidenfelder Laurenzi-Messe ist eröffnet. Am frühen Freitagabend gab Bürgermeisterin Helga Schmidt-Neder mit dem Stadtrat den offiziellen Startschuss bei einem Rundgang durch die Gewerbeschau. Um 19 Uhr stach das Stadtoberhaupt dann das erste Fass Bier im Festzelt an.
 

Die Marktheidenfelder mussten ein Jahr auf ihre fünfte Jahreszeit warten – jetzt ist die Mess' wieder in der Stadt. Das Flair des Volksfestes entsteht durch die bewährte Mischung aus Tradition und Moderne, aus dem Miteinander von Festplatz und Flaniermeile am Mainkai. 

Schmidt-Neder, die einmal im Jahr nur für Laurenzi ihr fesches Dirndl aus dem Schrank holt, überzeugte sich mit dem Stadtrat in der Gewerbeschau, dass 80 Prozent der Aussteller wieder den Weg nach Marktheidenfeld gefunden haben.
 

Wie Organisator Rolf Dieter Brink versicherte, haben sie sich inzwischen ein Stammpublikum erobert, das gezielt bestimmte Stände ansteuere. „Der Erfolg wird am Umsatz der Aussteller gemessen“, sagte Brink zur erneut ausverkauften Schau. Er präsentierte die vier bis auf den letzten Platz gefüllten Zelthallen.

Beim Rundgang stoppte die Bürgermeisterin am Stand der Stadt und gab dort offiziell den neuen Marktheidenfelder Internetauftritt frei (s. weiteren Bericht). Anschließend lud der neue Vergnügungspark-Chef, Horst Ferling, Bürgermeisterin und Stadträte zu einer Probefahrt im Riesenrad ein. Aus luftiger Höhe zeigten sich die Kommunalpolitiker beeindruckt von dem Aufgebot an Fahrgeschäften und Buden, das Ferling

in seinem ersten Marktheidenfelder Jahr mitgebracht hatte. Riesenrad, Achterbahn, waghalsige und gemütliche Fahrgeschäfte drängen sich dicht an dicht; Ferling scheint jeden Quadratmeter des Festplatzes ausgenutzt zu haben.

Um 19 Uhr folgte der Moment, den viele Messebesucher herbeigesehnt hatten: der Festbier-Anstich, der Schmidt-Neder mit fünf Schlägen gelang. Sie stellte dabei den neuen Messe-Organisator der Stadt, Harald Michalke, vor, der die Nachfolge von Rudi Lermann angetreten hat.

Schmidt-Neder lud die Messebesucher auch zum Festzug ein, der am Samstag um 16.30 Uhr vom Marktplatz zum Festplatz führt. Allen wünschte sie eine friedliche und fröhliche Mess'.

Festwirt Jürgen Sony-Boy Papert begrüßte anschließend ebenfalls die Gäste im Namen seiner Familie im Festzelt, bevor die Verantwortlichen zusammen mit Brauerei-Chefin Maria Martin und ihrem Team einige Maß Freibier im Publikum verteilten.(Andreas Brachs Mainpost)


Laurenzi-Messe: Party im Zelt - Bummeln am Mainkai

Volksfest, Gewerbeschau und Einkaufsmeile (Mainpostartikel vom 07.08.10)


Sie findet seit 62 Jahren statt und ist immer noch der Renner: Am Wochenende verzeichnete die Marktheidenfelder Laurenzi-Messe einen wahren Besucheransturm.


Bei idealem Messewetter strömten vor allem am Sonntag die Massen in die Stadt.

Am Freitagnachmittag hatte das Wetter ein Einsehen: Pünktlich zu Messebeginn verzog sich der Regen. Traditionell war am frühen Abend noch wenig los, doch das änderte sich. Am Ende standen die Gäste zum Partysound von „one & six“ auf den Tischen und Bänken im Festzelt.
Noch besser lief der Samstagabend, als schon früh kein Durchkommen mehr war. Diesmal sorgten die Aalbachtaler für Stimmung.

Der Samstag stand ganz im Zeichen des traditionellen Festzugs.

Trachtler zeigten ihre Volkstänze auf dem Marktplatz. Zusammen mit den Fahnenabordnungen der Vereine, dem Pferdewagen der Brauerei und den Ehrengästen ergaben sie ein romantisches Bild, als sie durch die herausgeputzte Altstadt zum Festplatz zogen, wo Bürgermeisterin Helga Schmidt-Neder die Besucher im Festzelt begrüßte.
Nicht vom Regen, aber von Besuchern überflutet wurde die Mess' am Sonntag. Wer mit dem Auto in die Stadt kam, hatte es schwer, einen Parkplatz zu finden. In der Georg-Mayr-Straße zwischen den Brücken herrschte nur noch Stau.


Die Besucher drängten zuhauf in die Stadt, wollten sie doch die neue Fußgängerzone ausprobieren, den großen Vergnügungspark genießen oder in Nähe des Mains essen und trinken.

Auch die Marktkaufleute kamen am Sonntag auf ihre Kosten. Die Masse schob gedrängt durch die Reihen der Geschäfte am Mainkai.

Für Entspannung sorgte eine Pause im Biergarten, im Weindorf, im Schatten der Bäume entlang der Fressmeile oder im idyllisch abgeschiedenen Stadtgärtchen.

Vom Zulauf profitierten auch die Geschäfte in der Innenstadt. Sie hatten für ihre Kunden den ganzen Sonntagnachmittag über geöffnet und hielten Messeangebote bereit. (Andreas Brachs Mainpost)



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