|
|
Das Köhlerfest und seine soziale DimensionKöhlerverein Glasofen übergibt Erlös von 2500 Euro
(maha) 2500 Euro sind es in diesem Jahr, die von den „Glasf'lder Köhlern“ aus dem Ertrag ihres Köhlerfests im Sommer sozialen Zwecken am Donnerstagabend zur Verfügung gestellt wurden. Bei der Übergabe in den Mainfränkischen Werkstätten zeigte sich, dass das Fest aber noch eine andere soziale Dimension angenommen hat. „Das Wetter hat bis auf den Abschlusssonntag sehr gut gepasst“, erinnerten sich der Vorsitzende des Köhlervereins Karl Wolf und sein Stellvertreter Achim Fertig. Reiner Albert, Bereichsleiter der Mainfränkischen Werkstätten in Marktheidenfeld, betonte, dass der Besuch des Köhlerfests aber auch für seine Mitarbeiter mit Behinderung ein Höhepunkt im Jahresablauf sei. Auf dem überschaubaren Fest könnten sich die Menschen mit Behinderung frei bewegen. Marianne Tschammer, Pflegedienstleiterin der Ökumenischen Sozialstation St. Elisabeth, fügte an, dass man sich in diesem Jahr auch mit Bewohnern der Esselbacher Demenz-Wohngruppe auf den Weg zum Köhlerplatz gemacht habe. Wirtschaftlich war das Köhlerfest wieder ein guter Erfolg, berichtete Wolf weiter. Allerdings müsste man in diesem Jahr auch selbst etwas investieren, um die Anlagen am Köhlerplatz gut in Schuss zu halten. 2500 Euro könne man in diesem Jahr der Vereinssatzung entsprechend für soziale Zwecke spenden: 1000 Euro an die Lebenshilfe Marktheidenfeld, 1000 Euro an die Ökumenische Sozialstation St. Elisabeth und 500 Euro an die Mainfränkischen Werkstätten. Lebenshilfevorsitzender Armin Grein dankte herzlich. Die Schule der Lebenshilfe befinde sich in einer umfassenden Sanierung. Um ein Freisportgelände zu schaffen, müsse man den Spielplatz verlegen. Dazu seien neue Spielgeräte erforderlich, wofür man die Spende gerne verwenden würde. Der Vorsitzende der Sozialstation St. Elisabeth, Heribert Rügamer, dankte ebenso. Pflegedienstleiterin Marianne Tschammer stellte kurz den Treff „Gemeinsam leben“ vor, mit dem man seit kurzem an zwei Nachmittagen Pflegebedürftige betreut, um pflegenden Angehörigen Entlastung schaffen zu können. Nach dem Start mit drei Personen sei der Zuspruch inzwischen so angewachsen, dass man über einen weiteren wöchentlichen Termin nachdenke. Die Einrichtung soll nach Fertigstellung in das neue Zentrum der Sozialstation in der Baumhofstraße umziehen. Dazu will man in einen großen Multifunktionsraum eine Falt-Trennwand einbauen. Die Spende könne man dazu gut gebrauchen. Reiner Albert sprach von einer an sich wirtschaftlich guten Entwicklung des Standorts der Mainfränkischen Werkstätten in Marktheidenfeld, wo gegenwärtig 86 Menschen mit Behinderung Beschäftigung finden. Man kümmere sich jedoch nicht ausschließlich um die Arbeit, sondern schaffe mit Spaziergängen, Ausflügen und Urlaubsfahrten auch adäquate Freizeitangebote. Leider seien in diesen Bereichen die Finanzierungsmöglichkeiten nicht mehr im früheren Umfang gegeben, weswegen man die Spende für diese Freizeitangebote nutzen wolle. |
|
|
|
|