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Stadtrat und Förderer der Kunst 13.11.06 |
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Mit 51 Jahren plötzlichem Herzversagen erlegen 13.11.06 |
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MARKTHEIDENFELD (aus der Mainpost) Horst Martin ist tot. Der Marktheidenfelder Rechtsanwalt und Stadtrat starb plötzlich und unerwartet am Montagmorgen im Alter von 51 Jahren. Er hinterlässt seine Frau und drei Töchter. Martin ist am 21. Juli 1955 geboren und wuchs in Marktheidenfeld auf. Horst Martin war im öffentlichen Leben der Stadt Marktheidenfeld und der Region auf vielen Gebieten gegenwärtig. Seine auffälligste Arbeit leistete er als Mitglied im Stadtrat, dem er seit 1994 angehörte. Sein juristischer Sachverstand war oft gefragt, wenn die Stadt Verträge aushandelte, wie vor kurzem mit dem Energieriesen E.ON. Das Gremium vertraute ihm den wichtigsten Kontrollposten mit Blick auf die Arbeit der Stadtverwaltung an: Martin war seit 2002 Vorsitzender des Rechnungsprüfungsausschusses. Als solcher begleitete er das Finanzgebaren der Verwaltung kritisch und unterbreitete Verbesserungsvorschläge. Martin war Sprecher der Marktheidenfelder Bürgergemeinschaft von 1995 bis zu ihrer Auflösung im Jahr 2000, als sich deren Mandatsträger den Freien Wählern anschlossen. Zusammen mit der FW-Fraktionsvorsitzenden Lucia Freitag sorgte er als Stellvertreter für eine unverwechselbare Handschrift der Freien Wähler. Da Freitag angekündigt hat, 2008 nicht mehr antreten zu wollen, geht mit dem Tod Martins ein großes Stück Kontinuität und Führungsverantwortung in der Fraktion verloren. Für seine Heimatstadt setzte sich Martin in weiteren Ehrenämtern ein. Auf seine Initiative hin und dank seiner Kontakte zu Verlagen rief die Stadt den in Deutschland einmaligen Wettbewerb für Kinderbuchillustratoren "Meefisch" ins Leben. Martin überführte als Vorsitzender den Förderkreis Franck-Haus in den Historischen Verein und war Mitglied im Auswahlgremium für die Ausstellungen im Franck-Haus. Mit seinen Ideen trug er zur Profilierung des Ausstellungsgebäudes bei. Selbst künstlerisch tätig war Martin als Banjo- und Mandolinenspieler in der Folk-Band "Finnegan's Wake" und damit einem breiten Publikum im unterfränkischen Raum bekannt. Der dreifache Vater engagierte sich in den Beiräten der Schulen. Seit März 2005 war er Elternbeiratsvorsitzender an der Staatlichen Realschule. Dort war auf seinen Vorschlag hin ein Förderverein gegründet worden, der die Nachmittagsbetreuung der Schüler ins Leben rief. Martin gilt als einer der Initiatoren des Stadtbusses und machte sich für die damit verbundene Führerschein-Tauschaktion für Senioren stark. Den Grundschülern aus dem Baugebiet Birken erwies Martin einen Dienst, als er sich für die Einführung des von einem privaten Verein getragenen NimmBusses einsetzte. Beruflich war Martin ebenfalls ein Streiter für seine Mitbürger. Nach dem Abitur in Wertheim und dem Jurastudium in Würzburg arbeitete er seit 1989 - inzwischen in einer eigenen Kanzlei - als Anwalt in Marktheidenfeld. |
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Marktheidenfeld. (aus der Main-Echo) Schockierend für alle, die ihn kannten, war gestern die Nachricht, dass Stadtrat und Rechtsanwalt Horst Martin im Alter von 51 Jahren einem plötzlichen Herzversagen erlegen ist. Horst Martin gehörte dem Stadtrat seit 1994 an. Horst Martin kam am 21. Juli 1955 in Würzburg zur Welt, war aber ein echter Marktheidenfelder. In seiner Heimatstadt besuchte er die Grundschule, anschließend das Gymnasium in Würzburg und später das Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasium in Wertheim, wo er 1974 das Abitur ablegte. Sein Jura-Studium an der Universität Würzburg schloss er mit dem zweiten Staatsexamen ab, um sich dann in Marktheidenfeld als Rechtsanwalt niederzulassen. Er hinterlässt seine Frau und seine drei Töchter. Horst Martin rückte auf der Liste der Marktheidenfelder Bürgergemeinschaft für Dr. Helmut Lermann am 5. Mai 1994 in den Stadtrat nach und wurde 1996 sowie 2002 wiedergewählt. Ab 1995 war er Sprecher der Marktheidenfelder Bürgergemeinschaft. Diese Position übte er bis zum 7. November 2000 aus, als die Marktheidenfelder Bürgergemeinschaft aufgelöst wurde und ihre Mandatsträger zu den Freien Wählern wechselten. Besondere Aufgabe war sein Vorsitz im Rechnungsprüfungsausschuss, eine nicht leichte Tätigkeit, die er sehr ernst nahm. Wertvoll war für die Stadt Marktheidenfeld auch sein berufliches Wissen und Können als Rechtsanwalt. Seit der Kommunalwahl 2002 war Horst Martin in folgenden Ausschüssen des Stadtrats tätig: Bau- und Umweltausschuss; Finanz- und Wirtschaftsausschuss; Kulturausschuss; Rechnungsprüfungsausschuss (Vorsitzender) und im Arbeitskreis Stadtmarketing. Er war Initiator des Bilderbuchillustratorenpreises »Meefisch«, des Stadtbusses, bei dem er sich auch besonders für die Führerschein-Tausch-Aktion für Senioren einsetzte, sowie des Vereins »Nim(m)Bus 2003«. Weiterhin war er Vorsitzender des Fördervereins Franck-Haus, später dann Vorsitzender des Arbeitskreises Franck-Haus im Historischen Verein. Als Mitglied des Auswahlgremiums für die Ausstellungen im Franck-Haus war er sehr an Kunst und Kultur interessiert. Ein besonderes Anliegen war ihm die Schulsituation, hier brachte er sich als Vorsitzender des Elternbeirats an der Staatlichen Realschule ein. Als umgänglicher und geselliger Mensch, dessen feiner Humor eine Bereicherung für jede Gesprächsrunde war, engagierte er sich auch in der irischen Folk-Band »Finnegans Wake« und machte mit seiner Musik vielen Mitmenschen Freude.
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