4100 Tonnen schwere Konstruktion



(ried) Seit Freitagabend ist die Straße zwischen Marktheidenfeld und Glasofen/Marienbrunn wieder befahrbar (wir berichteten). Die Brückenbauarbeiten an der Überfahrt der Staatsstraße 2315 sind vor Einbruch des Winters im Wesentlichen abgeschlossen. Erhebliche Fortschritte sind auch beim Bau des so genannten Aufstiegs vom Kreisverkehr südlich von Hafenlohr bis hinauf an die Glasbachtalbrücke seit dem Spatenstich im September 2008 gemacht worden.

Die Glasbachtalbrücke ist mit 99 Metern die längste der fünf Brücken. In Angriff genommen wurden die Erd- und Oberbauarbeiten vom Ortsausgang Hafenlohr bis zum Klinggraben. Diese Trasse und noch ein Teil der Glasbachtalbrücke liegen auf Hafenlohrer Gemeindegebiet. Der erste Bauabschnitt der Gesamtmaßnahme, der höhenfreie Anschluss von der B 8 an die Staatsstraße 2312, endet südlich des Glasbachtales.

Die Glasbach-Brücke wiegt insgesamt rund 4100 Tonnen, die Fahrbahn etwa 2265 Tonnen. Die beiden Widerlager sind 1250 Tonnen schwer und die drei Brückenpfeiler nochmals 625 Tonnen. Getragen werden die Pfeiler von je sechs 90 Zenitmeter starken Beton-Bohrpfählen. Die lichte Höhe der Brücke beträgt 17,50 Meter. Sie ist einschließlich der Notgehwege und des Geländers zwölf Meter breit. Ein regulärer Gehweg ist nicht vorgesehen.

Die Glasbachtalbrücke ist das erste von insgesamt fünf weiteren Bauwerken, die bis zum Kreisel bei Hafenlohr gebaut werden. Es folgen noch die Brücke über den Klingenbachgraben, eine Feldweg-Überführung, eine kleinere Brücke und ein weiterer Durchlass. Der „Aufstieg“ soll die Region Lohr besser an die Autobahn Würzburg-Frankfurt anschließen.

Der zweite Bauabschnitt schließt mit der Glasbachtalbrücke an die Staatsstraße 2315 an. Die 45 Meter lange Klinggrabenbrücke wird 2010 in Angriff genommen, ebenso die Brücke über die Anschlussrampe zum Kreisverkehrsplatz an der neuen Mainbrücke. 2011 geht es weiter mit Erd- und Oberbauarbeiten zwischen Glasbach und Klinggraben, mit der Radwegunterführung am Kreisverkehr und der Wirtschaftswegeüberführung zur Erschließung des Hundesportgeländes.

Für die zweite Jahreshälfte 2011 ist der Einbau der Asphaltdecke vorgesehen. Landschaftspflegerische Ausgleichsmaßnahmen stehen im Frühjahr 2012 an. Diese beinhalten unter anderem auch den Rückbau der Staatsstraße 2315 vom Kreisverkehr bis zur spitzwinkligen Einmündung in die ehemalige B 8 und die ökologische Aufwertung des Mündungsbereiches des Glasbachs in den Main.


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