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Große Anteilnahme: Alfred-Ernst Fürst zu Löwenstein-Wertheim-Freudenberg zur letzten Ruhe gebettet Er hat volksnah gelebt und segensreich gewirkt (Fränkische Nachrichten 25. Januar 2010)Wertheim/Kreuzwertheim. Abschied von Alfred-Ernst Fürst zu Löwenstein-Wertheim-Freudenberg. Unter großer Anteilnahme ist der am 13. Januar Verstorbene am Samstag auf dem Friedhof in Kreuzwertheim zur letzten Ruhe gebettet worden. In einem Trauergottesdienst in der Wertheimer Stiftskirche hatten Dekan Hayo Büsing und Oberbürgermeister Stefan Mikulicz zuvor Leben und Wirken des siebten Fürsten zu Löwenstein-Wertheim-Freudenberg gewürdigt. Sechs Mitglieder der Schützengesellschaft Wertheim, deren Schirmherr und Ehrenmitglied der Verstorbene war, hielten die Ehrenwache an dem mit der Fahne des Hauses bedeckten Sarg, der vor dem Chor der Stiftskirche aufgebahrt war. Weit über 400 Trauergäste, darunter zahlreiche Vertreter adliger Häuser, von Politik, Wirtschaft und Handel, erwiesen Fürst Alfred-Ernst die letzte Ehre. Der evangelische Landesbischof Dr. Ulrich Fischer und Dekan Hayo Büsing führten die Pfarrer der Gemeinden, denen der Verstorbene Patronatsherr, war in die Kirche. Ihnen folgte die Fürstenfamilie zu Löwenstein-Wertheim-Freudenberg. Zum Einzug intonierte Kantor Manfred Lutz das Präludium und die Toccata in d-Moll von Johann Sebastian Bach. Dekan Büsing erinnerte daran, dass man erst vor kurzem Ruth Erika Fürstin zu Löwenstein-Wertheim-Freudenberg zu Grabe getragen habe und zitierte den Konfirmationsspruch des Fürsten, "Da wirst Du erfahren, dass ich der Herr bin, an dem nicht zuschanden werden, die auf mich harren". Auch das Gebet aus dem Psalm 100 "Jauchzet dem Herrn alle Welt!" sprach man im Gedenken an das verstorbene Fürstenpaar, wie bei dessen goldener Hochzeit im September des Jahres 2000. Die Fürstliche Hofkapelle unter der Leitung von Hofkapellmeister Helmuth Fritz-Guichard ließ das "Air" aus der Suite Nummer 3 D-Dur von Bach erklingen. Dekan Büsing gedachte des "nach relativ kurzer, schwerer Krankheit verstorbenen" Fürsten. Er rief dessen Glaubenshaltung in Erinnerung, die Beispiel sein möge, und würdigte dessen Gottvertrauen, gepaart mit Gelassenheit und der Bereitschaft, vielfach Verantwortung zu übernehmen. Dies habe Fürst Alfred-Ernst in besonderer Weise ausgezeichnet. Die Pflege des Familienlebens und der Zusammenhalt seien ihm stets sehr wichtig gewesen. "Christus ist der gute Hirte meines Lebens", diese Glaubenserfahrung habe der nun Verstorbene immer wieder gemacht "und es war ihm wichtig, selbst Zeugnis abzulegen. Der Fürst habe "volksnah gelebt und segensreich gewirkt", der Natur, als der guten Schöpfung Gottes sei er immer besonders verbunden gewesen. Sein Rat sei vielfach willkommen gewesen, auch und gerade wenn er mit Kritik nicht hinter dem Berg gehalten habe. Die letzten Wochen, erinnerte Büsing, seien dem Fürsten nicht nur gesundheitlich schwer gewesen. Den Tod seiner geliebten Frau habe er "im Glauben getragen. Und er hat gespürt, dass auch seine Tage gezählt waren". So habe er bewusst Abschied genommen und sei "treu umsorgt und gepflegt beim Mittagsläuten des 13. Januar dem Ruf in Gottes Ewigkeit gefolgt".
Nun nehme man in Frieden und großer Dankbarkeit Abschied. Büsing: "Wir wollen nicht trauern, dass wir ihn verloren haben, sondern dankbar sein, dass wir ihn haben durften." Angerührt hörte die Trauergemeinde die Fürbitten, vorgetragen von den Enkeln des Verstorbenen. Die Jagdhornbläser der Kreisverbände Marktheidenfeld und Wertheim stimmten "Großer Gott wir loben dich" an, in das die zum Abschied Versammelten einfielen. "Respekt und Dankbarkeit" zollte OB Mikulicz dem Fürsten für dessen Anteil an der Entwicklung von Stadt und Raumschaft. Immer sei Alfred-Ernst zu Löwenstein-Wertheim-Freudenberg am Gemeinwohl orientiert gewesen, "er war ein Aristokrat par excellence". Mikulicz nannte den Verstorbenen einen "Weltbürger, der doch bodenständig war", einen "Edelmann" und "den Traditionen verpflichteten Sachwalter seines Erbes". Nicht nur als erfolgreicher Unternehmer habe der Fürst gewirkt, er habe auch stets ein offenes Ohr gehabt. Wie zuvor schon Dekan Büsing erinnerte auch der OB daran, dass Alfred-Ernst seine Verpflichtungen als Patronatsherr stets besonders ernst genommen habe. "Er war uns allen nicht nur eine prominente und wichtige Persönlichkeit, sondern durch sein Wesen und seine Offenheit auch freundlich verbunden." Der Dienst an der Allgemeinheit sei für den Fürsten stets ein hohes Gut gewesen, seine zahlreichen Ämter und Ehrenämter habe er nicht als Belastung, sondern als Bereicherung empfunden. Durch Alfred-Ernst sei das Fürstenhaus zu Löwenstein-Wertheim-Freudenberg zur "Klammer zwischen den Ländern Bayern und Baden-Württemberg geworden". Mikulicz: "Wir haben eine herausragende Persönlichkeit verloren und werden sein Andenken stets in Ehren halten." Es möge in der Trauer ein kleiner Trost sein, "dass durch die Liebe Gottes nun wieder zusammengeführt worden ist, was zusammengehört". Mit großer Dankbarkeit nahm auch Landesbischof Dr. Fischer Abschied vom Fürsten, ehe der Sarg zum Friedhof in Kreuzwertheim überführt wurde. Pfarrer Klaus Betschinske gestaltete dort die einfache Zeremonie, mit der der Fürst an der Seite seiner Frau und unter den Klängen der Jagdhornbläser zur letzten Ruhe gebettet wurde. Pfarrer Betschinske erbat Gottes Segen für Ludwig Fürst zu Löwenstein-Wertheim-Freudenberg und Elisabeth Fürstin zu Löwenstein-Wertheim-Freudenberg. ek
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Fürst Alfred Ernst beigesetzt (Mainpost 25.01.10)In Gottes Friede vereint
(ler) Viele Trauergäste nahmen am Samstag Abschied von den am 13. Januar nach kurzer schwerer Krankheit verstorbenen Alfred Ernst Fürst zu Löwenstein-Wertheim-Freudenberg. Die Trauerfeier in der Wertheimer Stiftskirche leiteten Landesbischof Dr. Ulrich Fischer und Dekan Hayo Büsing. Zum Einzug der Familie und der Ehrengäste spielte Manfred Lutz auf der Orgel. Die katholischen Geistlichen Jürgen Banschbach (Stadtpfarrer von Wertheim), Dieter Hammer (Kreuzwertheim) sowie der Kreuzwertheimer Bürgermeister Horst Fuhrmann und der Freudenberger Bürgermeister Heinz Hofmann nahmen ebenso teil wie eine Abordnung der Wertheimer Schützengesellschaft. Die fürstliche Hofkapelle spielte unter Leitung des Hofkapellmeisters Helmut Fritz-Guichard. Fürst Alfred Ernst sei mit seiner Gattin in Gottes Friede vereint, sagte Dekan Büsing. Er habe ein reiches Leben in christlicher Glaubenshaltung und pflichtbewusster Bereitschaft hinter sich und sei immer bestrebt gewesen, die Familie zusammenzuhalten. Sehr ernst genommen habe er das Patronat über zwölf evangelische und drei katholische Kirchen. Er habe volksnah gelebt und seinen Glauben bei Gott gesucht und gefunden. „Sind wir dankbar, dass wir ihn gehabt haben.“ Ergreifend waren die Fürbitten der Enkel des Fürsten, die ihre Liebe zum Großvater bekundeten, ihn als Vorbild würdigten und der Gnade Gottes empfahlen. Oberbürgermeister Stefan Mikulicz (Wertheim) nahm im Namen aller Bürgermeister Abschied „von einem hoch geschätzten Menschen, der auch maßgebend die Entwicklung Wertheims beeinflusst und mitgeprägt“ habe. Dem Fürst sei stets viel am Allgemeinwohl seiner Mitbürger gelegen und er habe sich eng mit der Heimat verbunden gefühlt. „Wir haben eine herausragende Persönlichkeit verloren und werden sein Andenken in Ehren bewahren.“ Den Segen spendete Bischof Dr. Fischer. Die Kapelle begleitete den Auszug mit dem „Largo“ von Georg Friedrich Händel. Die Trauergäste hatten die Möglichkeit, mit Bussen zum Kreuzwertheimer Friedhof zu gelangen, wo sehr viele Menschen dem Verstorbenen die letzte Ehre erwiesen. Die Beisetzung nahm Pfarrer Klaus Betschinske vor, der Fürst Ludwig viel Erfolg als Oberhaupt der fürstlichen Familie wünschte. Die Jagdhornbläser der Kreisverbände Marktheidenfeld und Wertheim intonierten das „Große Halali“.
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