Feuerwehrfest Glasofen 2009



15.06.09 (Main-Echo)

Marktheidenfeld-Glasofen Mit einem Fest feierte die Freiwillige Feuerwehr Glasofen am Wochenende ihr 135-jähriges Bestehen.


Gut besucht war am Freitagabend der Beatabend mit der Band "Crush" in der Fest- und Dreschhalle. Mit weit über 20 Gastwehren erlebte das Fest am Samstagabend einen Rekordbesuch. Am Sonntagmorgen gestaltete der Gesangverein Glasofen den von Pfarrer Reinhold Völler in der Glasofener Christuskirche zelebrierten evangelischen Gottesdienst musikalisch. Ein Festzug ging durch den Ort. Von den Ehrungen berichten wir in der morgigen Ausgabe. Heute startet um 14 Uhr der Kindernachmittag in der Festhalle. Dort treffen sich ab 15 Uhr auch die Senioren zur Unterhaltung mit "Rudi & Walter". Als Schmankerl locken Haxen aus der Küche. Um 20 Uhr klingt heute das Feuerwehrfest mit Tanzmusik der Gruppe "Déjà-vu" aus. (Maha)




135 Jahre Feuerwehr: Ehrungen beim Glasofener Fest (Mainpostartikel 16.06.09)

Beim Gründungsfest der Freiwilligen Feuerwehr (FFW) Glasofen zum 135-jährigen Bestehen wurden am Sonntag bei einem Frühschoppen, den die Hafenlohrtalkapelle aus Windheim unter Leitung von Helmut Kern in der Dreschhalle des Marktheidenfelder Stadtteils umrahmte, langjährige Mitglieder geehrt.


Die Schirmherrin, Marktheidenfelds Bürgermeisterin Helga Schmidt-Neder, beglückwünschte in ihrem Grußwort im Namen der Stadt Marktheidenfeld die FFW Glasofen zu ihrem Jubiläum.

Schutz und Hilfe für Mitmenschen in Not seien die Aufgaben der Feuerwehren, die sich als solche seit der Gründung nicht verändert hätten. Die Wehr leiste zuverlässig Hilfe, und der Einsatz der Aktiven gehe bisweilen so weit, dass man dabei auch die eigene Gesundheit oder sogar das Leben riskiere. Dies unterscheide die ehrenamtliche Beschäftigung der Feuerwehrleute von der vieler anderer Vereine.

Aber bei der Glasofener Wehr stimmten auch das Vereinsleben, die Geselligkeit und die Förderung der dörflichen Gemeinschaft, wenn man zum Beispiel nur an das Engagement für das dortige Bürgerhaus denke. Die Jugendarbeit könne als vorbildlich gelten. 46 Aktive mit einem Altersdurchschnitt von weniger als 25 Jahren belegten bei gutem Ausbildungsstand die große Schlagkraft der Wehr.

Die ehrenamtliche Führung habe einen vorbildlichen Gemeinschaftsgeist geweckt. Der Blick in die Zukunft mache nicht bange. Zu danken sei auch den Lebenspartnern der Feuerwehrleute, die mit ihrem Verständnis das Engagement der Aktiven erst ermöglichten. Schmidt-Neder wünschte der Wehr stets erfolgreiche und unfallfreie Einsätze zum Wohl der Menschen.

Vor den Gästen mit Vertretern benachbarter Wehren und der Kreisfeuerwehrführung mit Kreisbrandmeister Jan Eichner (Esselbach) sowie Freunden aus der Partnerstadt Montfort gaben der Vorsitzende des Feuerwehrvereins, Bernhard Kempf, und der Kommandant Jochen Schäfer einen geschichtlichen Rückblick (wir berichteten).

Die Ehrenmitglieder Hans-Wilhelm Armstark, Robert Hepp und Hermann Kempf waren auch zum Frühschoppen gekommen.

Kreisbrandinspektor Elmar Väth dankte für eine gute Zusammenarbeit und hob die hohe Einsatzbereitschaft im Sinne des Leitspruchs „Gott zur Ehr‘, dem Nächsten zu Wehr“ hervor. Der Landtagsabgeordnete Günther Felbinger (Gemünden) schloss sich den Glückwünschen zum Jubiläum an und wünschte alles Gute für die Zukunft.

Der Vereinsvorsitzende Bernhard Kempf dankte den Rednern und stattete auch allen denen aus dem Verein und Dorfgemeinschaft Dank ab, die zum Gelingen des viertägigen Feuerwehrfestes beitrugen.

Zusammen mit Bürgermeisterin Helga Schmidt-Neder ehrte die Glasofener Feuerwehrführung dann langjährige Mitglieder.

Seit 50 Jahren sind in den Reihen der Wehr: Walter Heroth, Adolf Wolf, Günter Fertig, Walter Schäfer, Robert Hepp, Rudi Wolf, Otto Wiesmann, Ewald Albert, Walter Wolf und Ernst Schäfer.

Auf eine 55-jährige Mitgliedschaft blicken zurück: Walter Bauer, Otto Göbel, Gerhard Hentschel, Christoph Nebel und Otto Schäfer.

Seit 60 Jahren ist Ernst Götzelmann Mitglied der Wehr.

Seit 65 Jahren gehören Johann Sauer, Karl Gräder und Wilhelm Wolf dem Glasofener Feuerwehrverein an.

Am längsten ist der älteste Bürger Glasofens, Karl Hepp, bei der Feuerwehr. Er konnte ein Präsent und eine Urkunde für seine 70-jährige Mitgliedschaft in Empfang nehmen.(mh)




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