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Bürgerversammlung am 10.03.10 im Bürgerhaus Glasofen Was die Glasofener Bürger bewegt (beide Artikel aus der Mainpost: 12.03.10)
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Brücke für Radweg wäre teuerBürgerversammlung in Glasofen: Wasser und Strom für den Köhlerplatz auf Wunschzettel
Zügig ging am Mittwochabend die Bürgerversammlung im Marktheidenfelder Stadtteil Glasofen vonstatten, zu der rund 30 Bürger erschienen waren. Schriftlich waren zwei Fragen vorher eingereicht worden. Die eine befasste sich mit der Wiederherstellung eines Fuß- und Radwegs von der Kernstadt in den Stadtteil: Die Wegebeziehung über die „Betonstraße“ hinter der Anlage auf dem Mainberg von der alten Altfelder Straße zur Mainbergstraße in Glasofen war durch den Bau der Westspange vor einigen Jahren unterbrochen worden. Mit Fertigstellung des Aufstiegs zur Westspange sollte nach dem Wunsch der Bürger wieder eine durchgängige Lösung gefunden werden. Der Leiter der städtischen Bauabteilung, Elmar Kircher, wies darauf hin, dass sich die Behörden beim Neubau der Westspange geweigert hätten, dort eine Brücke oder Unterführung zu bauen. Die geringe Frequenz auf diesem Weg machte aus deren Sicht eine so teure Maßnahme nicht erforderlich. Allerdings habe sich das Straßenbauamt inzwischen zu einer Vorplanung bereiterklärt, um die tiefer liegende Westspange etwa an der alten Stelle mit einer 30 Meter lange Brücke zu überspannen. Je nach Bauausführung könnte die 300 000 bis 500 000 Euro kosten. Die müsste allein die Stadt Marktheidenfeld aufbringen. Zum Bau könnte es eventuell beträchtliche staatliche Zuschüsse geben, doch blieben der Stadt die laufenden Unterhaltskosten. So begründete Kirchner seine skeptische Haltung zu einem solchen Vorhaben. Aber es bleibe dem politischen Willen des Stadtrats vorbehalten, wie man verfahren wolle. Der Anschluss der „Betonstraße“ hin zur Alten Mainbrücke und damit zur Kernstadt würde für Radfahrer künftig wesentlich erleichtert. Nach Fertigstellung des „Aufstiegs“ werde die alte Altfelder Straße hinter dem Ziegeleigelände nur noch eine reine Erschließungsstraße zu den dortigen Anwesen sein. Damit sinke der Kraftverkehr, sodass Radfahrer die Steigung der alten Altfelder Straße bis zur Einmündung der „Betonstraße“ durchaus bewältigen könnten. Die zweite Anfrage kam aus den Reihen des Glasofener Köhlervereins. Gerne würde man den Köhlerplatz mit Wasser und Strom versorgt sehen. Grundsätzlich erschiene dies aus der Richtung der Dreschhalle auch möglich. Einschließlich der Erdarbeiten schätzte Elmar Kirchner die Kosten allein für einen Stromanschluss über die etwa 700 Meter lange Strecke auf 35 000 Euro. Noch höhere Kosten würde ein Wasseranschluss verursachen, da das etwa zehn Meter über dem Hochbehälter „Trauberg“ liegende Niveau des Köhlerplatzes eine Druckerhöhung mit Pumpstation und eigenem Hochbehälter nötig mache. Bei relativ geringer Nutzung bestehe außerdem die Gefahr, dass die lange Zuleitung verkeime oder ständige Kosten für Spülmaßnahmen befürworte Während Bürgermeisterin Helga Schmidt-Neder einwarf, ob man mit solchen Schritten nicht auch den Charme der Improvisation aufgebe, plädierte der Vorsitzende des Köhlervereins Karl Wolf dafür, zumindest die Stromversorgung anzugehen. Der Verein wolle sich an den Kosten beteiligen und Eigenleistungen einbringen. Achim Fertig wies darauf hin, dass das Freizeitgelände stark in Anspruch genommen werde und nicht nur zum Köhlerfest zu Verfügung stehe.
Ende März schnelles DSL?
Feuerwehrkommandant Jochen Schäfer fragte in der Bürgerversammlung nach, wann die Telekom in Glasofen leistungsfähige DSL-Verbindungen zur Verfügung stellen könne. Bürgermeisterin Helga Schmidt-Neder meinte dazu, dass interne Probleme der Telekom offenbar dazu führten, dass man Monat für Monat vertröstet werde. Die letzte Auskunft verspreche eine Freischaltung bis Ende März. Karl Hepp regte an, die Parkplätze an der Christuskirche mit Rasengittersteinen zu befestigen, da sie bei Nässe rutschig und unbequem für die Kirchenbesuche seien. Jochen Schäfer wollte wissen, ob die Stadt ihre Stadtteile im Rahmen der Dorferneuerung fortentwickeln wolle. Die Bürgermeisterin meinte, es schließe sich aus, gleichzeitig in der Städtebauförderung durch die Altstadtsanierung und in der ländlichen Entwicklung tätig zu sein. Stadtbaumeister Elmar Kircher wies auf lange Wartelisten beim Amt für ländliche Entwicklung hin und sah die Grundvoraussetzung einer überwiegend landwirtschaftlichen Struktur in Glasofen heute als kritisch. Stadtrat Michael Müller meinte, dass im Ort der gemeinsame Wille zu solchen Maßnahmen erst gegeben sein müsste, vor allem wenn man berücksichtige, dass Kosten auf die Bürger zukämen. Jochen Schäfer fand, dass auch kleine Maßnahmen ohne großen Aufwand den Ort schöner machen und voranbringen könnten |
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